Sarah Wiedemann wird neue Chorleiterin der Kalmitspatzen – erste Chorprobe am 6. Juni

Nachdem Susanne Witt ihre Tätigkeit als Dirigentin der Kalmitspatzen aus beruflichen Gründen aufgegeben hat, haben wir nun eine erfahrene Nachfolgerin gefunden:
Sarah Wiedmann, sie leitet bereits den gemischten Chor der Sängervereinigung, Friends of Music, mit großem Zuspruch.

Sing mit bei den Kalmitspatzen!

Ob Volkslied oder Kinderlied, klassisch oder modern, als Konzert oder Musical: Bei den Kalmitspatzen singen wir uns quer durch verschiedene Zeiten und Liederbücher und richten uns auch nach deinen Wünschen!

Alle Kinder vom 4. Lebensjahr an sind herzlich willkommen. Hast du auch Lust am Theaterspielen? Dann suchen wir genau dich!

Wenn du neugierig geworden bist, dann komm doch einfach mal vorbei:

Wann:
Ab Juni (erste Chorprobe am 06.06.2016), immer montags von 16.00-17.00 Uhr.

Wo:
Im Sängerheim der Sängervereinigung in Maikammer, Hartmannstraße 40

Es freut sich auf dich die neue Chorleiterin Sarah Wiedmann.

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Bericht zur Mitgliederversammlung 16.3.2016

Sängervereinigung 1845/1891 Maikammer e.V.

In der Generalversammlung am 16. März 2016 wurden langjährige aktive und passive Mitglieder geehrt:

durch den Chorverband der Pfalz
für 25jähriges Singen: Karl Günther Hack

durch den Chorverband der Pfalz (Chorjugend)
für 10jähriges Singen: Julia Wingerter

durch die Sängervereinigung Maikammer
für 40jähriges Singen : Paul Schädler (Ehrenmitglied)
für 40jährige passive Mitgliedschaft: Peter Bolz, Heinz Hener, Kurt Keßler, Hans Weißler (Ehrenmitglieder)

für 40jährige passive Mitgliedschaft: Annette Lutz
für 25jährige passive Mitgliedschaft: Konrad Gerst
für 15jähriges Singen: Christin Fiedler.

Der Verein hat 400 Mitglieder.
Die Berichte des Vorstands und der Chorleiter zeigten ein reges Vereinsleben auf.
Die wirtschaftliche Lage des Vereins ist nach dem Bericht des Kassenwarts zufriedenstellend.
Der Vorstand wurde turnusmäßig neu gewählt.
Die Mitgliederversammlung wählte die bisherige Vorstandschaft für weitere zwei Jahre wieder:
1. Vorsitzender Rainer Anslinger
2. Vorsitzender Franz-Josef Damm
Kassenwart Friedel Ziegler
Schriftführer Harald Jacob
Beisitzer Peter Braun, Paul Schädler, Thomas Sell, Evi Monnheimer, Brigitte Tettmann, Norbert Faul und Heidi Hans
Rechnungsprüfer Bernadette Rohr und André Meyer.
Bettina Horn hat ihre Tätigkeit als Dirigentin der Spirit Voices im November 2015 aus persönlichen Gründen beendet. Damit hat sich auch diese Chorgruppe aufgelöst.
Susanne Witt gibt ihre Tätigkeit als Dirigentin der Kalmitspatzen aus beruflichen Gründen Ende März 2016 auf. Eine Nachfolgerin wird gesucht. Vorsitzender Rainer Anslinger dankte beiden für die geleistete Arbeit und ihr bisheriges großes Engagement.
Die Friends of Music bereiten sich auf ein großes Konzert vor, das im März 2017 stattfinden soll. Die Chorgruppe würde sich über eine Verstärkung durch männliche Sänger freuen.
Der Männerchor braucht ebenfalls Verstärkung in der ersten Tenorstimme.
Die Probestunden der Chorgruppen sind auf der Internetseite www.saengervereinigung.de ersichtlich.

Das Sängerheim stammt aus dem Jahre 1872. Es wurde hundert Jahre später erweitert und 1998 der Probenraum saniert. Nunmehr steht eine größere Sanierung an. 2. Vorsitzender Franz-Josef Damm stellte dazu seine detaillierte Planung vor, die von den Mitgliedern ausgiebig diskutiert wurde. Die Mitgliederversammlung stimmte der Sanierung des Sängerheimes mit überwiegender Mehrheit zu. Im Frühjahr 2017 soll mit der Realisierung begonnen werden.

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Mitgliederversammlung am 16.März 2016, 20 Uhr im Sängerheim in der Hartmannstraße 40

Bei der Mitgliederversammlung der Sängervereinigung Maikammer am 16. März 2016 sollen u.a. fünf Personen zu Ehrenmitgliedern ernannt und zwei weiteren Personen soll für 40jährige passive Mitgliedschaft das Ehrenzeichen in Gold verliehen werden. In diesem Jahr wir auch laut Satzung der … Weiterlesen

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Einladung zur Weihnachtsfeier in der Totenkopfhütte am 11.12.15 1900 Uhr

Liebe Sängerinnen und Sänger

Bitte tragt Euch in Teilnehmerliste, welche im Sängerheim ausliegt, mit der Anzahl der Teilnehmer ein. Partner sind natürlich herzlich willkommen. Für Partner, die kein Vereinsmitglied sind müssen wir einen Betrag von 10€ für das Essen verlangen.

Wir bieten einen Fahrservice an, damit man an dem Abend auch mal einen Glühwein oder Bier in geselliger Runde mehr trinken kann. Wenn der Fahrdienst gewünscht wird, bitte in der Teilnehmerliste unter der entsprechenden Spalte die Telefonnummer angeben.

Über Beiträge, die im Rahmen der Weihnachtsfeier von Euch (Liedvorträge, Gedichte, Musizieren usw.) vorgetragen werden, würden wir uns alle sehr freuen. Bitte kurze Info an ein Vorstandsmitglied damit wir ungefähr wissen mit was wir rechnen können.

Möglichst bis 26.11. anmelden, damit wir die ungefähre Teilnehmerzahl wissen um das Essen bestellen zu können.

Wir freuen uns auf einen schönen vorweihnachtlichen Abend mit Euch Vorstandschaft der Sängervereinigung Maikammer

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Geistliches Konzert des Männerchors am 22.11.15

Konzert 2015

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Ausflug des Männerchors nach Bremen und Bremerhaven

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen…

Der Männerchor der Sängervereinigung Maikammer unternahm vom 4. bis 7. September 2014 eine Reise nach Bremen und Bremerhaven. Verabredet war ein gemeinsames Konzert mit dem Shanty Chor Hasport in Delmenhorst. Deshalb übernachteten wir dort im Hotel Thomsen.

Früh morgens um 6:00 Uhr ging die Fahrt los. Unterwegs wurden wir auf einem Parkplatz von Norbert und Rudi Scharfenberger mit einem reichhaltigen Frühstück versorgt. (Was will man mehr?) Kurz nach 14:00 Uhr erreichten wir Delmenhorst. Wir bezogen unsere Zimmer und erkundeten die Stadt.

Der Weg führte zu einem der größten Industriedenkmäler Europas, dem „Nordwolle-Areal“. Die Norddeutsche Wollkämmerei & Kammgarnspinnerei war ein bedeutendes Unternehmen für die Verarbeitung von Wolle und Kammgarn und bestand von 1884 bis 1981. Das ausgedehnte Gelände gilt als überzeugendes Beispiel für die Wiederbelebung einer innerstädtischen Industriebrache. Nach der Schließung des Werks entstand ein Stadtteil, der Wohnen mit Kultur, Bildung und Gewerbe verbindet und als Projekt an der Weltausstellung EXPO 2000 teilnahm.

Am nächsten Tag stand die Besichtigung der Hansestadt Bremen auf dem Programm. Um 8:30 Uhr starteten wir in Delmenhorst. Das Wetter war – wie während der ganzen Reise – schön, was man in Norddeutschland nicht immer erwarten darf. Um 9:15 Uhr begann eine einstündige Stadtrundfahrt, danach ging es zwei Stunden weiter zu Fuß durch die malerische Innenstadt. Begleitet wurden wir von einer sachkundigen Stadtführerin, die uns die Sehenswürdigkeiten näherbrachte.

Zunächst führte sie uns in den St. Petri Dom. Der überwiegend aus Sandstein errichtete Bau, eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit zwei Krypten, über denen sich Chöre erheben, stammt aus dem 11. Jahrhundert. Das Gotteshaus war ursprünglich eine katholische Kirche (mit zwei Türmen), 1522 wurde es im Zuge der Reformation von Lutheranern übernommen.

Dem Wunsch der Stadtführerin, für sie ein Lied im St. Petri Dom vorzutragen, kamen wir gerne nach.

Eine besondere Sehenswürdigkeit im Dom ist der Bleikeller. Von diesem ist seit dem späten Mittelalter bekannt, dass in ihm gelagerte Leichen sehr gut mumifizieren. Zu sehen sind die Mumien von acht Menschen in ihren offenen Särgen. Sie erinnern uns an die eigene Vergänglichkeit.

1998 wurde im ehemaligen Kreuzgang an der Südseite des Domes ein Bibelgarten angelegt. Mitten in der belebten Innenstadt ist er ein Ort der Ruhe. Mit Blick auf die in der Mitte des Gartens stehende Figur des Jakobuspilgers lässt sich auf einer der aufgestellten Bänke rasten. Über 60 verschiedene Pflanzen sind im Bibelgarten versammelt; sie sind zum größten Teil in der Bibel erwähnt.

Das Bremer Rathaus und die Roland-Statue zählen zu den historischen Glanzlichtern der Hansestadt an der Weser. Seit 2004 gehört das Ensemble sogar zum UNESCO-Welterbe der Menschheit. Als eines der schönsten Rathäuser Deutschlands besticht das Bremer Bauwerk im Stil der Weser-Renaissance insbesondere durch seine prunkvolle Fassade. Es ist das einzige europäische Rathaus aus dem Spätmittelalter, das weder zerstört noch verändert wurde und sich über die Jahre hinweg seine Authentizität bewahrt hat.

Rolandstatuen gibt es in vielen deutschen Städten, die als Symbol für Freiheit und Marktrecht errichtet wurden. Der Bremer Roland ist jedoch eine der ältesten und laut den UNESCO-Experten die repräsentativste und schönste der Statuen. Der fünfeinhalb Meter große steinerne Riese wurde 1404 errichtet. Der Abstand seiner spitzen Knie beträgt genau eine Bremer Elle, die Elle galt früher als Maßeinheit. Schon damals galt diese Statue als Symbol der Freiheit und Unabhängigkeit der Stadt. Roland blickt trotzig zum Dom, dem Amtssitz des Erzbischofs mit seinem weltlichen Herrschaftsanspruch über Bremen, den der Rat durch die Jahrhunderte bestritten hat, solange es in Bremen Bischöfe gab: Die reichsfreie Stadt anerkannte nur Kaiser und Reich über sich. Solange der Roland vor dem Rathaus steht, sei die Freiheit Bremens nicht bedroht, heißt es schon seit nunmehr sechs Jahrhunderten.

saenger Bremen

Der Bremer Ratskeller besteht seit über 600 Jahren und blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Sein Name hat gewechselt vom „Weinkeller“ zum „Stadtweinkeller“, „Ratsweinkeller“ und schließlich „Ratskeller“; sein Ruhm, eine der ehrwürdigsten und traditionsreichsten Gaststätten in Deutschland zu sein, ist seit seinem Bestehen ständig gewachsen.

Einen städtischen Weinkeller hat es schon im mittelalterlichen Bremen als Vorläufer des jetzigen Ratskellers gegeben. Da der Rat schon vor 1330 das Privileg zum Kleinausschank von Weißwein besaß, bedurfte es auch entsprechender Räume, in denen er diesen ausschenken konnte. Im Jahre 1342 wird ein Stadtweinkeller erstmals urkundlich erwähnt.

1405 wurde mit dem Bau des Rathauses der Stadtweinkeller in die neu entstandenen Kellerräume unter dem Rathaus verlegt. Erweiterungen erfuhr der Ratskeller seit dem 16. Jahrhundert. Um 1550 entstanden nördlich der Halle der „Apostelkeller“ sowie das heutige „Senatszimmer“, in dem Senatoren und Bürgermeister Ehrengäste der Stadt Bremen empfingen. Um 1600 wurden an der Südseite der Halle kleinere, hölzerne Verschläge abgetrennt, die heutigen „Priölken“, (plattdeutsch: kleines, freundliches Zimmer).

Am Ostende der Halle wurde ein Raum eingerichtet, in den die ältesten und wertvollsten Weine des Kellers gelagert wurden. 1599 wird dieser Keller erstmals als „Rose“ bezeichnet. Von den Prunkfässern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die sich in der Halle befinden und dessen größtes 37.000 Liter fasst, wurden einige von Bremer Bürgermeistern in ihrer Eigenschaft als Weinherren gestiftet.

Im Bremer Ratskeller werden nur deutsche Weine ausgeschenkt. Diese Tradition beruht auf dem im Mittelalter vom Bremer Rat übernommenen ertragreichen Weinmonopol. Schon 1330 wird das Rheinweinprivileg des Rats gesetzlich geregelt. Es wurde später immer wieder erneuert und bildete Grundlage für die Existenz und z.T. konkurrenzlose Blüte des Kellers. Nach 1815 ist das Ratsprivileg stillschweigend erloschen.

Übrigens wussten auch einige bekannte Persönlichkeiten den Bremer Ratskeller zu schätzen: Heinrich Heine ließ sich hier zu einem Gedicht inspirieren („Im Hafen“) und Wilhelm Hauff verfasste seine Novelle „Phantasien im Bremer Ratskeller“ an Ort und Stelle.

Der Ratskeller war seit jeher eine einträgliche Pfründe für den Rat der Stadt. Die wirtschaftliche Bedeutung Bremens führte 1827 mit dem Bau eines zweiten Tochterhafens am offenen Meer, dem heutigen Bremerhaven, zu der ernsthaften Überlegung, den Ratskeller zu verkaufen, die städtischen Weinvorräte zu versteigern oder in einer europaweiten Lotterie zu verspielen. Der Senat ließ dies jedoch nicht zu und erklärte, der Ratskeller solle ein für allemal eine Zierde Bremens sein und bleiben.

An der Westseite des Rathauses steht die bekannte Darstellung der Bremer Stadtmusikanten, die Bronzeplastik des Künstlers Gerhard Marcks von 1951. Die Ursprünge des Märchens liegen bereits im Mittelalter. Anfang des 19. Jahrhunderts haben die Brüder Grimm die Geschichte aufgeschrieben. Bei allen Fassungen blieb der Kern der Handlung, dass sich die Schwachen durch ein solidarisches Handeln erfolgreich gegen die Starken durchsetzten.

Das Schnoorviertel ist Bremens ältestes Viertel. In dieser Welt der verwinkelten Gänge befinden sich viele Restaurants, Geschäfte und Galerien. Kleine, schmale Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert stehen zwischen den gegenüberliegenden Gebäudereihen. Der Name des Viertels geht darauf zurück, dass sich die Häuser aneinander reihen wie die Perlen an einer Schnur, plattdeutsch „Schnoor“.

In der Böttcherstraße lebten früher die Fassmacher, deren Berufsbezeichnung sich vom Ausdruck „Bottich“ für Fass herleitet. Heute sind in der kleinen Gasse Kunst und Kunsthandwerk zuhause. Anfang des 20. Jahrhunderts begann der Bremer Kaufmann Ludwig Roselius (Erfinder des koffeinfreien Kaffees – Kaffe Haag) damit, nach und nach die Häuser der verfallenen Straße aufzukaufen. Er ließ sie zu einem architektonisch außergewöhnlichen und gleichzeitig einheitlichen Straßenzug neu erbauen. Die Häusergruppe mit ihrem Stilmix von Art Déco und Backsteinbauweise strahlt einen ganz besonderen Charme aus.

Das Glockenspiel in der Böttcherstraße zählt neben dem Roland und dem Bremer Rathaus zu den bekanntesten Attraktionen der Hansestadt. Es ist ein Unikum: Seit 1934 spielen hoch oben zwischen den Giebeln zweier ehemaliger hanseatischer Kaufmannshäuser dreißig Glocken aus Meißner Porzellan volkstümliche und maritime Melodien. Dazu drehen sich seitlich in einem Turm die von Bernhard Hoetger entworfenen Holztafeln, die die Geschichte der Atlantiküberquerung erzählen.

Der Sieben-Faulen-Brunnen von Bernhard Hoetger steht für die Legende der Sieben Faulen. Als solche bezeichneten die Bremer die sieben Söhne eines Bauern, die nicht gerade für ihre Tüchtigkeit bekannt waren. Da sie in Bremen keine Anstellung fanden, zogen sie in die Welt hinaus. Nach einigen Jahren kehrten sie mit einem reichen Schatz an Wissen und Erfahrungen nach Bremen zurück und begannen, auf den Feldern ihres Vaters zu arbeiten. Sie zogen u.a. auf den Feldern Entwässerungsgräben ein und bauten einen Damm zur Weser, um Hochwasser abzuhalten. Außerdem legten sie einen befestigten Weg an, an dem sie ihre Häuser bauten.

Die Bremer wollten nicht glauben, dass sich die Sieben Faulen tatsächlich gewandelt hätten und so schimpften sie weiter, die Sieben Faulen seien nur zu faul, sich die Füße schmutzig zu machen und auf den matschigen Feldern zu arbeiten.

Heute wissen wir natürlich, dass die Sieben Faulen gar nicht faul, sondern ziemlich schlau waren. Der Brunnen im Handwerkerhof des Paula-Modersohn-Becker-Hauses in der Böttcherstraße zeigt noch das Bild der nichtsnutzigen Brüder. Doch wirft man einen Blick auf die Giebel des Sieben-Faulen-Hauses, so schauen die tüchtigen Brüder aufrecht und stolz herunter auf die Stadt.

Nachmittags kehrten wir ins Hotel nach Delmenhorst zurück. Das gemeinsame Konzert mit dem Shanty Chor Hasport stand nun bevor (Hasport ist ein Stadtteil von Delmenhorst). Das Konzert fand in der altehrwürdigen Turbinenhalle der Nordwolle Delmenhorst statt. Es begann um 19:30 Uhr und dauerte fast zwei Stunden. Der Shanty Chor begeisterte die Zuhörer mit schwungvollen und interessanten Liedern von der Seefahrt, von Häfen, Schiffen und Heimweh. Wir rundeten das Programm mit Weinliedern, unter der bewährten Leitung des Dirigenten Ulrich Strehle, ab. Gerade der Kontrast zwischen den verschieden Chorvorträgen zog die Zuhörer in ihren Bann. Wir selbst konnten mit unserem Musikvortrag sehr zufrieden sein, wie auch nach dem Konzert – ungefragt – überall zu hören war. Genauso angetan war das einheimische Publikum von der anschließenden Weinprobe, die unsere Winzer veranstalteten. Fazit: Es war ein rundum gelungener Abend, der allen Mitwirkenden und Gästen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Und noch eins: Maikammer hat sich in Delmenhorst sehr gut präsentiert.

Am nächsten Morgen hieß es um 8:00 Uhr: Abfahrt nach Bremerhaven. Die Stadt ist keine 200 Jahre alt. Wegen der zunehmenden Versandung der Weser kaufte Bremen 1827 Gelände und Deichvorland an der Nordseite der Mündung der Geeste in die Außenweser, das Bremerhaven genannt wurde. In Bremerhaven mündet die Weser in die Nordsee.

Mit unserem Bus machten wir eine zweistündige Rundfahrt durch das Hafengelände. Begleitet wurden wir von einem örtlichen Reiseleiter (Helmut), der mit seinem großen Fachwissen bei allen Teilnehmern einen besonderen Eindruck hinterließ. So erfuhren wir: Bremerhaven ist Keimzelle der Deutschen Hochseefischerei und heute bedeutende Stadt für den Container- und Autoumschlag (Export, Import). Die Tour führte vorbei an riesigen Autotransportern, Frachtschiffen, Schleppern, Schwimmkränen und Werften. Wir staunten über den Dschungel der Entladekräne sowie die riesigen Containerschiffe an der fünf Kilometer langen Stromkaje der Weser – dem größten zusammenhängenden Container-Terminal der Welt. Auf dieser Rundfahrt erlebten wir die Seestadt wohl von ihrer faszinierendsten Seite, hautnah am Geschehen der größten Hafen- und Werftbetriebe, in absoluten Sperrgebieten in den Überseehäfen, in Sichtkontakt mit luxuriösen Kreuzfahrtschiffen und den Ozeanriesen der Weltmeere.

Bremerhaven hat aber noch viel mehr Interessantes zu bieten, etwa spannende Erlebnismuseen, wie zum Beispiel Deutsches Auswandererhaus, Klimahaus Bremerhaven 8° Ost, Deutsches Schifffahrtsmuseum, U-Boot „Wilhelm Bauer“, Zoo am Meer mit dem neuen Nordseeaquarium. Da heißt es, sich zu beschränken – oder aber den Aufenthalt zu verlängern.

Wir begaben uns auf die Spurensuche im Deutschen Auswandererhaus. Zwischen 1830 und 1974 wanderten mehr als sieben Millionen Menschen über Bremerhaven in die Neue Welt aus – nach Nordamerika, Argentinien, Australien und Brasilien. Mit einem Boarding-Pass kann man zunächst einen Auswanderer in die Neue Welt, anschließend einen Einwanderer zurück nach Deutschland begleiteten. 33 ausgewählte Biographien lassen Einblicke in ganz persönliche Familiengeschichten zu. Im Auswandererhaus gibt es außerdem Zugang zu zwei Online-Datenbanken, in denen Passagierlisten von Auswandererschiffen zu finden sind, die zwischen 1790 und 1957 in US-amerikanischen Häfen einliefen. So sind auch persönliche Familienrecherchen möglich. Für die originalgetreu rekonstruierten Räume und das multimediale Ausstellungskonzept wurde das Auswandererhaus 2007 als bestes Museum Europas ausgezeichnet.

Es folgte die Rückfahrt mit dem Bus nach Delmenhorst. Abends trafen wir uns mit Mitgliedern des Shanty Chores zu einem Abschlusstreffen in einem schönen Restaurant an der Weser. Bei einem ausgezeichneten Essen mit Getränken und gemeinsamem Gesang ließen wir unsere Reise in den Norden ausklingen. Franz-Josef Damm lud den Shanty Chor spontan zu einem Gegenbesuch in Maikammer ein.

Am nächsten Morgen traten wir um 9:00 Uhr die Rückfahrt nach Hause an. Unterwegs legten wir eine Pause für ein Mittagessen im Brauereigasthof in Mendig ein. Um 18:00 Uhr erreichten wir dann Maikammer.

Wir danken Franz-Josef Damm, Peter Braun und Helmut Gensel für die hervorragende Planung und Durchführung der Tour und dem Busfahrer Stefan für die sichere Fahrweise.

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Bericht über die Mitgliederversammlung

In der Generalversammlung am 12. März 2014 wurden zunächst langjährige Mitglieder und Sängerinnen und Sänger geehrt

Ein Sänger erhielt sogar durch den Deutschen Chorverband für 50-jährige aktive Mitgliedschaft das Ehrenzeichen in Gold überreicht, weitere erhielten für 40, 25, 10 und 5 Jahre aktives Singen im Chor Ehrungen des Chorverbandes der Pfalz überreicht.
Mehrere Vereinsmitglieder wurden für aufgrund Ihrer langjährigen treuen Mitgliedschaft im Verein ausgezeichnet, fünf davon sogar zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Der Verein zählt 470 Mitglieder, davon wirken rd. 140 in fünf Chorgruppen (Kleine Kalmitspatzen, Große Kalmitspatzen, Spirit Voices, Friends of Music, Männerchor) aktiv mit.

Die Berichte des geschäftsführenden Vorstands zeigten ein reges Vereinsleben auf.

Der gemischte Chor Friends of Music führte im Juni 2013 unter dem Titel Simply the Best ein Konzert auf, von dem Zuhörer noch heute schwärmen; das Bürgerhaus in Maikammer war an beiden Tagen ausverkauft. Im Oktober 2013 nahmen die Friends of Music an einem Wettbewerb der Pop-Chöre in Kronau statt; sie erreichten hier den dritten Platz, von acht teilnehmenden Chören, wahrlich eine stolze Leistung.

Der Männerchor veranstaltete im August 2013 zwei Liedertage im Weingut Hubert Müller mit insgesamt 20 Chorgruppen – für die Zuhörer ein Ohrenschmaus. Im September 2013 unternahm der Chor mit Angehörigen und Freunden eine Reise nach Flandern.

Der Vorstand wurde turnusmäßig neu gewählt. André Meyer stellte nach sechs Jahren als 1. Vorsitzender sein Amt zur Verfügung.
Die Mitgliederversammlung wählte als neuen 1. Vorsitzenden Rainer Anslinger, als stellvertretenden Vorsitzenden Franz-Josef Damm, als Kassenführer Friedel Ziegler, als Schriftführer Harald Jacob, als Beisitzer Peter Braun, Paul Schädler, Thomas Sell, Evi Monnheimer, Regina Michel-Schuldt, Brigitte Tettmann, Norbert Faul und Heidi Hans. Als Rechnungsprüfer wurden Bernadette Rohr und Andreas Oeynhausen bestellt
Rainer Anslinger dankte André Meyer für seine langjährigen Verdienste um den Verein. Einen Schwerpunkt für die kommenden Jahre sieht er – neben der Arbeit in den Chorgruppen – in der Sanierung des Sängerheims.

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Einladung zur Mitgliederversammlung am 12.3.

Sängervereinigung 1845/1891 Maikammer e.V.
Vorsitzender: André Meyer, Hartmannstraße 54, 67487 Maikammer

Einladung

Der Vorstand der Sängervereinigung 1845/1891 Maikammer e.V. lädt die Mitglieder zur Mitgliederversammlung am

Mittwoch, dem 12. März 2014, um 20.00 Uhr

in das Sängerheim, Hartmannstraße 40, ein. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten.

Tagesordnung:

1. Eröffnung, Begrüßung, und Feststellung der Beschlussfähigkeit

2. Ehrungen

3. Totenehrung

4. Bericht des Vorsitzenden

5. Bericht des Schriftführers

6. Bericht des Kassenführers

7. Bericht der Rechnungsprüfer

8. Aussprache zu den Berichten

9. Berichte der Chorleiter

10. Wahl des Alterspräsidenten

11. Entlastung des Vorstandes

12. Wahl des geschäftsführenden Vorstands

13. Wahl der Beisitzer

14. Wahl der Rechnungsprüfer

15. Beschlussfassung über vorliegende Anträge

16. Verschiedenes

Anträge zur Tagesordnung sind bis spätestens 5. März 2014 schriftlich beim Vor-sitzenden André Meyer, Hartmannstraße 54, 67487 Maikammer, einzureichen.

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Friends of Music beim Grand Prix der Pop-Chöre 2013

Am 19.10.2013 fand in Kronau ein Wettbewerb der Pop-Chöre statt. Acht Chöre hatten sich dazu angemeldet, sechs aus Baden und zwei aus der Pfalz, Neben dem Chor aus Bellheim nahmen die Friends of Music der Sängervereinigung Malkam­mer daran teil. Die Sängerinnen und Sänger trafen sich am Nachmittag vor dem Sängerheim In der Hartmannstraße, um gemeinsam nach Kronau zu fahren. Bereits um 17.30 Uhr sollte der Soundcheck für den Chor durchgeführt werden. Mit etwas Verspätung, ein Stau bei Speyer hatte seine Finger im Spiel, erreichten die PKW’s die Mehrzweckhalle In Kronau und die Einstellung der Mikrophone konnte mit dem Techniker abge­stimmt werden. Dann hatten die Friends of Music Zeit, sich auf den Auftritt vorzubereiten. Nachdem der gastgebende Chor mit drei Liedern die Veranstaltung um 19.30 Uhr eröffnet hatte. begann der Wettbewerb mit dem Auftritt der Friends of Music. Jeder Chor musste drei Leder zum Besten geben. Der jewei­lige Chorleiter bekam einen Übersichtsbogen, auf dem sowohl die Chöre als auch deren Lieder aufgeführt waten, Hier konnten Notizen gemacht werden, denn am Ende durfte jeder Chor seine Punkte für die Lieder der Mitstreiter abgeben Wie vorauszuse­hen wurde es 23.30 Uhr. ehe es zur Siegerehrung kam. Voller Spannung erwarteten die Sängerinnen und Sänger der Friends of Music die Beurteilung ihrer Songs und jubelten vor Freude, als sie von den insgesamt 21 dargebrachten Liedern mit dem Song „High enough° den 7. Platz erreichten, mit ,Mamma Mla‘ auf Platz 9 landeten und mit ,ONE auf Platz t 1. So waren sie mit 63 Gesamtpunkten der drittbeste Chor und erhielten einen Bronzepokal.

Die meisten Punkte bekam oer Chor Sunrise aus Kirchhausen fin das Lied Ecco quomodo moritur Justus“ und somit den Goldpokal. Silber ging an den Frauenchor Choryfeen. Alle waren sich einig, dass beide Chöre eine ausgezeichnete Leis­tung gebracht hatten. Der Abend war für die Friends of Music ein großer Erfolg, nicht nur, weil sie den 3. Platz belegt hatten sondern auch, weil es viel von den anderen Chören zu lernen gab. wie z.B. Einsatz. Ctwreograph e, Kleidung. Die Stimmung bei der Heimfahrt war entsprechend gut und man erreichte Mai­kammer um zwei Uhr in der Nacht. Alle waren sich einig, dass sie im nächsten Jahr, am 18.10.2014, wieder am Grand Prix der Pop-Chöre in Kronau teilnehmen möchten.

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Vereinsausflug nach Flandern

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen …

Der Männerchor der Sängervereinigung Maikammer unternahm mit Angehörigen und Freunden vom 4. bis 8. September 2013 eine Reise nach Flandern. Die Reiseroute ging über Trier, Luxemburg, wo wir von den Ehepaaren Norbert und Rudi Scharfenberger auf einem Parkplatz ein exzellentes Frühstück serviert bekamen. Weiter ging die Reise nach Brüssel. Nur zwei Minuten später war der Bus bei der verabredeten Stelle eingetroffen. Luise, unsere resolute, sehr kompetente Führerin zeigte uns bei einem Spaziergang durch die Galeries Saint-Hubert, und die anschließende „Fressgasse“ das sehr beeindruckende Gebäudeensemble an der Grand’ Place mit ausführlichen Erläuterungen. Zu dem von Touristen umlagerten Brünnchen Manneken Pis sind es von dort nur wenige Meter. Anschließend war Freizeit angesagt, und man konnte sich die einstmals – vor den Hochhäusern – das Stadtbild beherrschende Kathedrale St. Michael anschauen, etwas essen und trinken und die herrliche Kulisse betrachten. Nach der Freizeit ging es weiter mit der Stadtrundfahrt. Vorbei am Atomium, dem Europaparlament, den neuen und alten Natogebäuden hinaus aus der Stadt Richtung Antwerpen.

Atomium

In Antwerpen bezogen wir das Hotel Leonardo, in direkter Nachbarschaft zum wohl schönsten Bahnhof der Welt. Am anderen Tag konnten wir, angefangen beim Bahnhof, die Höhepunkte Antwerpens zu Fuß und mit dem Bus erleben. Mit einem kurzen Spaziergang der Schelde entlang (in die Schelde fließt Meerwasser und sie hat Ebbe und Flut) ging es an der Burg vorbei und dem ehemaligen Zunfthaus der Metzger, dem „Fleischhaus“, den kurzen Weg zum Grote Markt, der zu den schönsten Plätzen des Landes gehört. Ihn umrahmen das Rathaus mit einer Frontlänge von 67 m, die Zunft und Gildehäuser mit zum Teil vergoldeten Figuren auf den Giebelspitzen aus der Barock- und Renaissancezeit. In enger Nachbarschaft steht die Liebfrauenkirche, die auf elegante Weise das Stadtbild beherrscht. Kaiser Karl V. hat einmal gesagt: „Dieses Denkmal ist ein Königreich wert, es verdient in einem Futteral verdeckt und dem Volk nur einmal im Jahr gezeigt zu werden.“

Nach der Siesta war noch eine ausführliche Stadtrundfahrt, anschließend konnte jeder nach seinen Wünschen verweilen, über die Fußgängerzone zum Hotel schlendern und sich für das Abendessen um die Ecke einstellen.

Am nächsten Morgen ging die Fahrt nach Brügge. Der Humanist und Professor zu Löwen Adrianus Barlandus (1486-1538) hat damals gesagt: Schön sind Gent, Antwerpen, Brüssel, Löwen und Mechelen, aber gegen Brügge sind sie nichts.“ Und das stimmt heute noch immer. Brügge hat seine alte Bausubstanz bewahrt, die alte reiche Handelsmetropole. Die Ruhepole der Stadt sind der Beginenhof mit den Anfängen etwa um 1230. Die heutigen Häuschen stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert (heute beleben wieder Schwestern des Benediktinerordens die Häuser), sowie das St. Janshospital. Dieses ist unter den Krankenhäusern Europas eines der ältesten. Hier sorgte eine Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern für Arme, Waisen Kranke und Pilger. Als der Orden sich im 16. Jh. auflöste, blieb das Hospital bis 1978 der Krankenpflege verpflichtet. Es kann noch mit einer historischen Apotheke aus dem 17./18 Jh. aufwarten. Heute beherbergt es ein Museum mit Werken u.a. von Hans Memling.

Ein mächtiger Akzent des Brügger Stadtbildes ist die Liebfrauenkirche. Sie beherbergt ein ganz besonderes Kunstwerk, die „Madonna mit dem Kind“ von Michelangelo Buonarotti aus weißem Carraramarmor. Weiter geht der Weg an Grachten vorbei zum Marktplatz. Da ist erst die Heiligblutkapelle zu erwähnen, der älteste Teil eines Ensembles. In ihr werden einige Tropfen vom Blut Christi verehrt. Unmittelbar schließen sich das Rathaus, aus den Anfängen von 1370 und 1420, und die Stadtkanzlei an. Im Gebäude des ehemaligen (bis 1984) Gerichtshofs befindet sich heute das Museum des Brügger Freiamts.

Der Samstag brachte uns in die Stadt Gent am Zusammenfluss von Leie und Schelde, die schon um 865 einen lebhaften Handel getrieben hat. Das Herzstück der Stadt ist die Kathedrale St. Bavo mit dem weltberühmten „Genter Altar“ von den Brüdern van Dycke, der in einem separaten Raum im Original zu bestaunen ist. Außerdem ist das Original-Gemälde von Peter Paul Rubens „Eintritt des hl. Bavo ins Kloster“ und die monumentale Kanzel aus Eichenholz und Marmor ein Augenschmaus. Am Platz steht noch der Belfried, auf dessen Spitze ein goldener Drache als Windfahne (Drache von Gent) sich dreht, und die umgebenden Tuchhallen sowie das Theater. Nur ein kurzer Weg ist es zur Graslei und Korenlei. Hier lag einst der Genter Hafen. Die schönen Zunfthäuser zu beiden Seiten zählen zu den größten touristischen Attraktionen Gents. Die Anziehungskraft verdanken diese beiden Straßen der Weltausstellung 1913; aus diesem Anlass wurde die Stadt herausgeputzt. Der Gravensteen ist einer der bedeutendsten romanischen Wehrbauten des Landes. Das Gebäude diente einst dem Rat von Flandern als Gerichtsort.

Auf dem Heimweg machten wir noch einen zweistündigen Halt in der beschaulichen Stadt Mechelen. Das Wetter war schön, und wer schon gesättigt war von Kunst und Architektur, konnte bei Kaffe usw. die schönen Häuser betrachten. In der Kathedrale St. Rumold sind ein Gemälde von Anthonis van Dycke und die gewaltige Kanzel zu bestaunen. In die St. Johanneskirche lockt es die Besucher wegen des Original-Johannes-Triptichons von Rubens. In der Kirche „Unsere Liebe Frau jenseits von Dijle“ kann man den „Fischzug Petri“, ebenfalls von Rubens, im Original bestaunen.

Nun war es Sonntag morgen, und die Zeit unserer Abreise war da. Überpünktlich starteten wir in Antwerpen, aber nicht direkt nach Hause. Zum Abgewöhnen wurde noch der Stadt Löwen unsere Aufwartung gemacht. Löwen, eine reine Ausbildungsstadt mit ca. 96 000 Einwohnern plus 45 000 Studenten. Man kann hier alles studieren, nur nicht Tiermedizin.

Das Rathaus ist eines der schönsten spätgotischen Profanbauen überhaupt, mit ca. 300 Figuren an der Fassade ein Schmuckkästchen. Ihm gegenüber die 1410 begonnene Peterskirche. Der nahe gelegene Oudemarkt ist die gute Stube Löwens mit der längsten Theke der Welt. Auf dem langgezogenen Platz ist ein Kneipe neben der anderen. Man hat auf dem Platz der „Kottmadam“ ein modernes Denkmal gesetzt. Kottmadam nannte man die Damen, meist Witwen, die Studenten Zimmer vermieteten.

Zu erwähnen wäre der zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende renovierte Beginenhof, in dem heute Studenten und Dozenten wohnen.

Nun war es an der Zeit, die Heimreise anzutreten. Wer noch etwas Wehmut im Herzen hatte, dem verging sie, als auf einem Parkplatz im Hunsrück die Reste vom Frühstück von der Hinfahrt mit Pfälzer Schorle genossen wurden. Nach fünf Biertagen war man der Meinung: Es geht doch nichts über einen guten Schoppen Pfälzer Schorle.

Zu erwähnen wäre noch, dass unsere jeweiligen Stadtführer, jeder nach seiner Art, interessante Schwerpunkte gesetzt haben. Ihr fundiertes Wissen war für jeden verständlich. Zum Schluss wurde noch unserem Busfahrer für seine sichere Fahrweise und Betreuung während der Reise gedankt. Ein Dankeschön ging auch an das Ehepaar Faul für die Planung und Organisation der Fahrt, sowie an die Ehepaare Scharfenberger für die Vorbereitungen zum Frühstück.

Reisebericht von Walheide Oeynhausen

Fotobuch der Reise (Auszug von über 120 Fotos!) :

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