Flower Power – noch Restkarten vorhanden

Wer sich noch keine Karte für das Konzert ‚Flower Power‘ der ‚Friends of Music‘ am 18.03. und 19.03.2017 im Bürgerhaus Maikammer gesichert hat, hat dazu jetzt noch die Möglichkeit. Einige wenige Restkarten können noch bei:
 

Buchhandlung Pfeiffer

Weinstraße Nord 37

67487 Maikammer

 

erworben werden.

 

P.S.:

Haben Sie noch coole Klamotten aus der ‚Flower Power‘ Zeit im Schrank oder auf dem Speicher?

Beim Konzert ist die ideale Möglichkeit, diese wieder mal auszupacken und anzuziehen.

Wir freuen uns auf bunt gekleidete und gut gelaunte Gäste :-)

 

Veröffentlicht unter Allgemeines | Kommentare deaktiviert für Flower Power – noch Restkarten vorhanden

Einladung zur Mitgliederversammlung

Einladung

Der Vorstand der Sängervereinigung 1845/1891 Maikammer e.V. lädt die Mitglieder zur Mitgliederversammlung am

Mittwoch, dem 29. März 2017, um 20.00 Uhr,

in das Sängerheim, Hartmannstraße 40, ein. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten.

Tagesordnung:

 

  1. Eröffnung, Begrüßung, und Feststellung der Beschlussfähigkeit
  2. Ehrungen
  3. Totenehrung
  4. Bericht des Vorsitzenden
  5. Bericht des Schriftführers
  6. Bericht des Kassenführers
  7. Bericht der Rechnungsprüfer
  8. Aussprache zu den Berichten
  9. Berichte der Chorleiter
  10. Entlastung des Vorstandes
  1. Wahl der Rechnungsprüfer
  2. Änderung des § 4 Abs. 2 der Satzung – Ernennung zu Ehrenmitgliedern
  3. Diskussion über etwaige schriftliche Anträge
  4. Verschiedenes

 

Anträge zur Tagesordnung sind bis spätestens 22. März 2017 schriftlich beim Vor-sitzenden Rainer Anslinger, Weiherstrasse 36, 67487 Maikammer, einzureichen.

Veröffentlicht unter Allgemeines, Termine, Verein | Kommentare deaktiviert für Einladung zur Mitgliederversammlung

flower power – der Vorverkauf hat gegonnen

flower power

flower power

Veröffentlicht unter Allgemeines | Kommentare deaktiviert für flower power – der Vorverkauf hat gegonnen

Einsingen der Weihnacht am 24.12.

Wie schon seit fast 50 Jahren werden die Chöre der Sängervereinigung auch in diesem Jahr an Heilig Abend nach dem Kindergottesdienst um 17:00 Uhr  die Weihnacht auf dem Kirchplatz einsingen. Sie werden dabei von einem Bläserensemble begleitet.
Die Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen.

Veröffentlicht unter Allgemeines | Kommentare deaktiviert für Einsingen der Weihnacht am 24.12.

Sarah Wiedemann wird neue Chorleiterin der Kalmitspatzen – erste Chorprobe am 6. Juni

Nachdem Susanne Witt ihre Tätigkeit als Dirigentin der Kalmitspatzen aus beruflichen Gründen aufgegeben hat, haben wir nun eine erfahrene Nachfolgerin gefunden:
Sarah Wiedmann, sie leitet bereits den gemischten Chor der Sängervereinigung, Friends of Music, mit großem Zuspruch.

Sing mit bei den Kalmitspatzen!

Ob Volkslied oder Kinderlied, klassisch oder modern, als Konzert oder Musical: Bei den Kalmitspatzen singen wir uns quer durch verschiedene Zeiten und Liederbücher und richten uns auch nach deinen Wünschen!

Alle Kinder vom 4. Lebensjahr an sind herzlich willkommen. Hast du auch Lust am Theaterspielen? Dann suchen wir genau dich!

Wenn du neugierig geworden bist, dann komm doch einfach mal vorbei:

Wann:
Ab Juni (erste Chorprobe am 06.06.2016), immer montags von 16.00-17.00 Uhr.

Wo:
Im Sängerheim der Sängervereinigung in Maikammer, Hartmannstraße 40

Es freut sich auf dich die neue Chorleiterin Sarah Wiedmann.

Veröffentlicht unter Kalmitspatzen, Termine | Kommentare deaktiviert für Sarah Wiedemann wird neue Chorleiterin der Kalmitspatzen – erste Chorprobe am 6. Juni

Bericht zur Mitgliederversammlung 16.3.2016

Sängervereinigung 1845/1891 Maikammer e.V.

In der Generalversammlung am 16. März 2016 wurden langjährige aktive und passive Mitglieder geehrt:

durch den Chorverband der Pfalz
für 25jähriges Singen: Karl Günther Hack

durch den Chorverband der Pfalz (Chorjugend)
für 10jähriges Singen: Julia Wingerter

durch die Sängervereinigung Maikammer
für 40jähriges Singen : Paul Schädler (Ehrenmitglied)
für 40jährige passive Mitgliedschaft: Peter Bolz, Heinz Hener, Kurt Keßler, Hans Weißler (Ehrenmitglieder)

für 40jährige passive Mitgliedschaft: Annette Lutz
für 25jährige passive Mitgliedschaft: Konrad Gerst
für 15jähriges Singen: Christin Fiedler.

Der Verein hat 400 Mitglieder.
Die Berichte des Vorstands und der Chorleiter zeigten ein reges Vereinsleben auf.
Die wirtschaftliche Lage des Vereins ist nach dem Bericht des Kassenwarts zufriedenstellend.
Der Vorstand wurde turnusmäßig neu gewählt.
Die Mitgliederversammlung wählte die bisherige Vorstandschaft für weitere zwei Jahre wieder:
1. Vorsitzender Rainer Anslinger
2. Vorsitzender Franz-Josef Damm
Kassenwart Friedel Ziegler
Schriftführer Harald Jacob
Beisitzer Peter Braun, Paul Schädler, Thomas Sell, Evi Monnheimer, Brigitte Tettmann, Norbert Faul und Heidi Hans
Rechnungsprüfer Bernadette Rohr und André Meyer.
Bettina Horn hat ihre Tätigkeit als Dirigentin der Spirit Voices im November 2015 aus persönlichen Gründen beendet. Damit hat sich auch diese Chorgruppe aufgelöst.
Susanne Witt gibt ihre Tätigkeit als Dirigentin der Kalmitspatzen aus beruflichen Gründen Ende März 2016 auf. Eine Nachfolgerin wird gesucht. Vorsitzender Rainer Anslinger dankte beiden für die geleistete Arbeit und ihr bisheriges großes Engagement.
Die Friends of Music bereiten sich auf ein großes Konzert vor, das im März 2017 stattfinden soll. Die Chorgruppe würde sich über eine Verstärkung durch männliche Sänger freuen.
Der Männerchor braucht ebenfalls Verstärkung in der ersten Tenorstimme.
Die Probestunden der Chorgruppen sind auf der Internetseite www.saengervereinigung.de ersichtlich.

Das Sängerheim stammt aus dem Jahre 1872. Es wurde hundert Jahre später erweitert und 1998 der Probenraum saniert. Nunmehr steht eine größere Sanierung an. 2. Vorsitzender Franz-Josef Damm stellte dazu seine detaillierte Planung vor, die von den Mitgliedern ausgiebig diskutiert wurde. Die Mitgliederversammlung stimmte der Sanierung des Sängerheimes mit überwiegender Mehrheit zu. Im Frühjahr 2017 soll mit der Realisierung begonnen werden.

Veröffentlicht unter Allgemeines | Kommentare deaktiviert für Bericht zur Mitgliederversammlung 16.3.2016

Mitgliederversammlung am 16.März 2016, 20 Uhr im Sängerheim in der Hartmannstraße 40

Bei der Mitgliederversammlung der Sängervereinigung Maikammer am 16. März 2016 sollen u.a. fünf Personen zu Ehrenmitgliedern ernannt und zwei weiteren Personen soll für 40jährige passive Mitgliedschaft das Ehrenzeichen in Gold verliehen werden. In diesem Jahr wir auch laut Satzung der … Weiterlesen

Weitere Galerien | Kommentare deaktiviert für Mitgliederversammlung am 16.März 2016, 20 Uhr im Sängerheim in der Hartmannstraße 40

Einladung zur Weihnachtsfeier in der Totenkopfhütte am 11.12.15 1900 Uhr

Liebe Sängerinnen und Sänger

Bitte tragt Euch in Teilnehmerliste, welche im Sängerheim ausliegt, mit der Anzahl der Teilnehmer ein. Partner sind natürlich herzlich willkommen. Für Partner, die kein Vereinsmitglied sind müssen wir einen Betrag von 10€ für das Essen verlangen.

Wir bieten einen Fahrservice an, damit man an dem Abend auch mal einen Glühwein oder Bier in geselliger Runde mehr trinken kann. Wenn der Fahrdienst gewünscht wird, bitte in der Teilnehmerliste unter der entsprechenden Spalte die Telefonnummer angeben.

Über Beiträge, die im Rahmen der Weihnachtsfeier von Euch (Liedvorträge, Gedichte, Musizieren usw.) vorgetragen werden, würden wir uns alle sehr freuen. Bitte kurze Info an ein Vorstandsmitglied damit wir ungefähr wissen mit was wir rechnen können.

Möglichst bis 26.11. anmelden, damit wir die ungefähre Teilnehmerzahl wissen um das Essen bestellen zu können.

Wir freuen uns auf einen schönen vorweihnachtlichen Abend mit Euch Vorstandschaft der Sängervereinigung Maikammer

Veröffentlicht unter Allgemeines, Termine, Verein | Kommentare deaktiviert für Einladung zur Weihnachtsfeier in der Totenkopfhütte am 11.12.15 1900 Uhr

Geistliches Konzert des Männerchors am 22.11.15

Konzert 2015

Veröffentlicht unter Allgemeines, Männerchor, Termine | Kommentare deaktiviert für Geistliches Konzert des Männerchors am 22.11.15

Ausflug des Männerchors nach Bremen und Bremerhaven

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen…

Der Männerchor der Sängervereinigung Maikammer unternahm vom 4. bis 7. September 2014 eine Reise nach Bremen und Bremerhaven. Verabredet war ein gemeinsames Konzert mit dem Shanty Chor Hasport in Delmenhorst. Deshalb übernachteten wir dort im Hotel Thomsen.

Früh morgens um 6:00 Uhr ging die Fahrt los. Unterwegs wurden wir auf einem Parkplatz von Norbert und Rudi Scharfenberger mit einem reichhaltigen Frühstück versorgt. (Was will man mehr?) Kurz nach 14:00 Uhr erreichten wir Delmenhorst. Wir bezogen unsere Zimmer und erkundeten die Stadt.

Der Weg führte zu einem der größten Industriedenkmäler Europas, dem „Nordwolle-Areal“. Die Norddeutsche Wollkämmerei & Kammgarnspinnerei war ein bedeutendes Unternehmen für die Verarbeitung von Wolle und Kammgarn und bestand von 1884 bis 1981. Das ausgedehnte Gelände gilt als überzeugendes Beispiel für die Wiederbelebung einer innerstädtischen Industriebrache. Nach der Schließung des Werks entstand ein Stadtteil, der Wohnen mit Kultur, Bildung und Gewerbe verbindet und als Projekt an der Weltausstellung EXPO 2000 teilnahm.

Am nächsten Tag stand die Besichtigung der Hansestadt Bremen auf dem Programm. Um 8:30 Uhr starteten wir in Delmenhorst. Das Wetter war – wie während der ganzen Reise – schön, was man in Norddeutschland nicht immer erwarten darf. Um 9:15 Uhr begann eine einstündige Stadtrundfahrt, danach ging es zwei Stunden weiter zu Fuß durch die malerische Innenstadt. Begleitet wurden wir von einer sachkundigen Stadtführerin, die uns die Sehenswürdigkeiten näherbrachte.

Zunächst führte sie uns in den St. Petri Dom. Der überwiegend aus Sandstein errichtete Bau, eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit zwei Krypten, über denen sich Chöre erheben, stammt aus dem 11. Jahrhundert. Das Gotteshaus war ursprünglich eine katholische Kirche (mit zwei Türmen), 1522 wurde es im Zuge der Reformation von Lutheranern übernommen.

Dem Wunsch der Stadtführerin, für sie ein Lied im St. Petri Dom vorzutragen, kamen wir gerne nach.

Eine besondere Sehenswürdigkeit im Dom ist der Bleikeller. Von diesem ist seit dem späten Mittelalter bekannt, dass in ihm gelagerte Leichen sehr gut mumifizieren. Zu sehen sind die Mumien von acht Menschen in ihren offenen Särgen. Sie erinnern uns an die eigene Vergänglichkeit.

1998 wurde im ehemaligen Kreuzgang an der Südseite des Domes ein Bibelgarten angelegt. Mitten in der belebten Innenstadt ist er ein Ort der Ruhe. Mit Blick auf die in der Mitte des Gartens stehende Figur des Jakobuspilgers lässt sich auf einer der aufgestellten Bänke rasten. Über 60 verschiedene Pflanzen sind im Bibelgarten versammelt; sie sind zum größten Teil in der Bibel erwähnt.

Das Bremer Rathaus und die Roland-Statue zählen zu den historischen Glanzlichtern der Hansestadt an der Weser. Seit 2004 gehört das Ensemble sogar zum UNESCO-Welterbe der Menschheit. Als eines der schönsten Rathäuser Deutschlands besticht das Bremer Bauwerk im Stil der Weser-Renaissance insbesondere durch seine prunkvolle Fassade. Es ist das einzige europäische Rathaus aus dem Spätmittelalter, das weder zerstört noch verändert wurde und sich über die Jahre hinweg seine Authentizität bewahrt hat.

Rolandstatuen gibt es in vielen deutschen Städten, die als Symbol für Freiheit und Marktrecht errichtet wurden. Der Bremer Roland ist jedoch eine der ältesten und laut den UNESCO-Experten die repräsentativste und schönste der Statuen. Der fünfeinhalb Meter große steinerne Riese wurde 1404 errichtet. Der Abstand seiner spitzen Knie beträgt genau eine Bremer Elle, die Elle galt früher als Maßeinheit. Schon damals galt diese Statue als Symbol der Freiheit und Unabhängigkeit der Stadt. Roland blickt trotzig zum Dom, dem Amtssitz des Erzbischofs mit seinem weltlichen Herrschaftsanspruch über Bremen, den der Rat durch die Jahrhunderte bestritten hat, solange es in Bremen Bischöfe gab: Die reichsfreie Stadt anerkannte nur Kaiser und Reich über sich. Solange der Roland vor dem Rathaus steht, sei die Freiheit Bremens nicht bedroht, heißt es schon seit nunmehr sechs Jahrhunderten.

saenger Bremen

Der Bremer Ratskeller besteht seit über 600 Jahren und blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Sein Name hat gewechselt vom „Weinkeller“ zum „Stadtweinkeller“, „Ratsweinkeller“ und schließlich „Ratskeller“; sein Ruhm, eine der ehrwürdigsten und traditionsreichsten Gaststätten in Deutschland zu sein, ist seit seinem Bestehen ständig gewachsen.

Einen städtischen Weinkeller hat es schon im mittelalterlichen Bremen als Vorläufer des jetzigen Ratskellers gegeben. Da der Rat schon vor 1330 das Privileg zum Kleinausschank von Weißwein besaß, bedurfte es auch entsprechender Räume, in denen er diesen ausschenken konnte. Im Jahre 1342 wird ein Stadtweinkeller erstmals urkundlich erwähnt.

1405 wurde mit dem Bau des Rathauses der Stadtweinkeller in die neu entstandenen Kellerräume unter dem Rathaus verlegt. Erweiterungen erfuhr der Ratskeller seit dem 16. Jahrhundert. Um 1550 entstanden nördlich der Halle der „Apostelkeller“ sowie das heutige „Senatszimmer“, in dem Senatoren und Bürgermeister Ehrengäste der Stadt Bremen empfingen. Um 1600 wurden an der Südseite der Halle kleinere, hölzerne Verschläge abgetrennt, die heutigen „Priölken“, (plattdeutsch: kleines, freundliches Zimmer).

Am Ostende der Halle wurde ein Raum eingerichtet, in den die ältesten und wertvollsten Weine des Kellers gelagert wurden. 1599 wird dieser Keller erstmals als „Rose“ bezeichnet. Von den Prunkfässern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die sich in der Halle befinden und dessen größtes 37.000 Liter fasst, wurden einige von Bremer Bürgermeistern in ihrer Eigenschaft als Weinherren gestiftet.

Im Bremer Ratskeller werden nur deutsche Weine ausgeschenkt. Diese Tradition beruht auf dem im Mittelalter vom Bremer Rat übernommenen ertragreichen Weinmonopol. Schon 1330 wird das Rheinweinprivileg des Rats gesetzlich geregelt. Es wurde später immer wieder erneuert und bildete Grundlage für die Existenz und z.T. konkurrenzlose Blüte des Kellers. Nach 1815 ist das Ratsprivileg stillschweigend erloschen.

Übrigens wussten auch einige bekannte Persönlichkeiten den Bremer Ratskeller zu schätzen: Heinrich Heine ließ sich hier zu einem Gedicht inspirieren („Im Hafen“) und Wilhelm Hauff verfasste seine Novelle „Phantasien im Bremer Ratskeller“ an Ort und Stelle.

Der Ratskeller war seit jeher eine einträgliche Pfründe für den Rat der Stadt. Die wirtschaftliche Bedeutung Bremens führte 1827 mit dem Bau eines zweiten Tochterhafens am offenen Meer, dem heutigen Bremerhaven, zu der ernsthaften Überlegung, den Ratskeller zu verkaufen, die städtischen Weinvorräte zu versteigern oder in einer europaweiten Lotterie zu verspielen. Der Senat ließ dies jedoch nicht zu und erklärte, der Ratskeller solle ein für allemal eine Zierde Bremens sein und bleiben.

An der Westseite des Rathauses steht die bekannte Darstellung der Bremer Stadtmusikanten, die Bronzeplastik des Künstlers Gerhard Marcks von 1951. Die Ursprünge des Märchens liegen bereits im Mittelalter. Anfang des 19. Jahrhunderts haben die Brüder Grimm die Geschichte aufgeschrieben. Bei allen Fassungen blieb der Kern der Handlung, dass sich die Schwachen durch ein solidarisches Handeln erfolgreich gegen die Starken durchsetzten.

Das Schnoorviertel ist Bremens ältestes Viertel. In dieser Welt der verwinkelten Gänge befinden sich viele Restaurants, Geschäfte und Galerien. Kleine, schmale Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert stehen zwischen den gegenüberliegenden Gebäudereihen. Der Name des Viertels geht darauf zurück, dass sich die Häuser aneinander reihen wie die Perlen an einer Schnur, plattdeutsch „Schnoor“.

In der Böttcherstraße lebten früher die Fassmacher, deren Berufsbezeichnung sich vom Ausdruck „Bottich“ für Fass herleitet. Heute sind in der kleinen Gasse Kunst und Kunsthandwerk zuhause. Anfang des 20. Jahrhunderts begann der Bremer Kaufmann Ludwig Roselius (Erfinder des koffeinfreien Kaffees – Kaffe Haag) damit, nach und nach die Häuser der verfallenen Straße aufzukaufen. Er ließ sie zu einem architektonisch außergewöhnlichen und gleichzeitig einheitlichen Straßenzug neu erbauen. Die Häusergruppe mit ihrem Stilmix von Art Déco und Backsteinbauweise strahlt einen ganz besonderen Charme aus.

Das Glockenspiel in der Böttcherstraße zählt neben dem Roland und dem Bremer Rathaus zu den bekanntesten Attraktionen der Hansestadt. Es ist ein Unikum: Seit 1934 spielen hoch oben zwischen den Giebeln zweier ehemaliger hanseatischer Kaufmannshäuser dreißig Glocken aus Meißner Porzellan volkstümliche und maritime Melodien. Dazu drehen sich seitlich in einem Turm die von Bernhard Hoetger entworfenen Holztafeln, die die Geschichte der Atlantiküberquerung erzählen.

Der Sieben-Faulen-Brunnen von Bernhard Hoetger steht für die Legende der Sieben Faulen. Als solche bezeichneten die Bremer die sieben Söhne eines Bauern, die nicht gerade für ihre Tüchtigkeit bekannt waren. Da sie in Bremen keine Anstellung fanden, zogen sie in die Welt hinaus. Nach einigen Jahren kehrten sie mit einem reichen Schatz an Wissen und Erfahrungen nach Bremen zurück und begannen, auf den Feldern ihres Vaters zu arbeiten. Sie zogen u.a. auf den Feldern Entwässerungsgräben ein und bauten einen Damm zur Weser, um Hochwasser abzuhalten. Außerdem legten sie einen befestigten Weg an, an dem sie ihre Häuser bauten.

Die Bremer wollten nicht glauben, dass sich die Sieben Faulen tatsächlich gewandelt hätten und so schimpften sie weiter, die Sieben Faulen seien nur zu faul, sich die Füße schmutzig zu machen und auf den matschigen Feldern zu arbeiten.

Heute wissen wir natürlich, dass die Sieben Faulen gar nicht faul, sondern ziemlich schlau waren. Der Brunnen im Handwerkerhof des Paula-Modersohn-Becker-Hauses in der Böttcherstraße zeigt noch das Bild der nichtsnutzigen Brüder. Doch wirft man einen Blick auf die Giebel des Sieben-Faulen-Hauses, so schauen die tüchtigen Brüder aufrecht und stolz herunter auf die Stadt.

Nachmittags kehrten wir ins Hotel nach Delmenhorst zurück. Das gemeinsame Konzert mit dem Shanty Chor Hasport stand nun bevor (Hasport ist ein Stadtteil von Delmenhorst). Das Konzert fand in der altehrwürdigen Turbinenhalle der Nordwolle Delmenhorst statt. Es begann um 19:30 Uhr und dauerte fast zwei Stunden. Der Shanty Chor begeisterte die Zuhörer mit schwungvollen und interessanten Liedern von der Seefahrt, von Häfen, Schiffen und Heimweh. Wir rundeten das Programm mit Weinliedern, unter der bewährten Leitung des Dirigenten Ulrich Strehle, ab. Gerade der Kontrast zwischen den verschieden Chorvorträgen zog die Zuhörer in ihren Bann. Wir selbst konnten mit unserem Musikvortrag sehr zufrieden sein, wie auch nach dem Konzert – ungefragt – überall zu hören war. Genauso angetan war das einheimische Publikum von der anschließenden Weinprobe, die unsere Winzer veranstalteten. Fazit: Es war ein rundum gelungener Abend, der allen Mitwirkenden und Gästen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Und noch eins: Maikammer hat sich in Delmenhorst sehr gut präsentiert.

Am nächsten Morgen hieß es um 8:00 Uhr: Abfahrt nach Bremerhaven. Die Stadt ist keine 200 Jahre alt. Wegen der zunehmenden Versandung der Weser kaufte Bremen 1827 Gelände und Deichvorland an der Nordseite der Mündung der Geeste in die Außenweser, das Bremerhaven genannt wurde. In Bremerhaven mündet die Weser in die Nordsee.

Mit unserem Bus machten wir eine zweistündige Rundfahrt durch das Hafengelände. Begleitet wurden wir von einem örtlichen Reiseleiter (Helmut), der mit seinem großen Fachwissen bei allen Teilnehmern einen besonderen Eindruck hinterließ. So erfuhren wir: Bremerhaven ist Keimzelle der Deutschen Hochseefischerei und heute bedeutende Stadt für den Container- und Autoumschlag (Export, Import). Die Tour führte vorbei an riesigen Autotransportern, Frachtschiffen, Schleppern, Schwimmkränen und Werften. Wir staunten über den Dschungel der Entladekräne sowie die riesigen Containerschiffe an der fünf Kilometer langen Stromkaje der Weser – dem größten zusammenhängenden Container-Terminal der Welt. Auf dieser Rundfahrt erlebten wir die Seestadt wohl von ihrer faszinierendsten Seite, hautnah am Geschehen der größten Hafen- und Werftbetriebe, in absoluten Sperrgebieten in den Überseehäfen, in Sichtkontakt mit luxuriösen Kreuzfahrtschiffen und den Ozeanriesen der Weltmeere.

Bremerhaven hat aber noch viel mehr Interessantes zu bieten, etwa spannende Erlebnismuseen, wie zum Beispiel Deutsches Auswandererhaus, Klimahaus Bremerhaven 8° Ost, Deutsches Schifffahrtsmuseum, U-Boot „Wilhelm Bauer“, Zoo am Meer mit dem neuen Nordseeaquarium. Da heißt es, sich zu beschränken – oder aber den Aufenthalt zu verlängern.

Wir begaben uns auf die Spurensuche im Deutschen Auswandererhaus. Zwischen 1830 und 1974 wanderten mehr als sieben Millionen Menschen über Bremerhaven in die Neue Welt aus – nach Nordamerika, Argentinien, Australien und Brasilien. Mit einem Boarding-Pass kann man zunächst einen Auswanderer in die Neue Welt, anschließend einen Einwanderer zurück nach Deutschland begleiteten. 33 ausgewählte Biographien lassen Einblicke in ganz persönliche Familiengeschichten zu. Im Auswandererhaus gibt es außerdem Zugang zu zwei Online-Datenbanken, in denen Passagierlisten von Auswandererschiffen zu finden sind, die zwischen 1790 und 1957 in US-amerikanischen Häfen einliefen. So sind auch persönliche Familienrecherchen möglich. Für die originalgetreu rekonstruierten Räume und das multimediale Ausstellungskonzept wurde das Auswandererhaus 2007 als bestes Museum Europas ausgezeichnet.

Es folgte die Rückfahrt mit dem Bus nach Delmenhorst. Abends trafen wir uns mit Mitgliedern des Shanty Chores zu einem Abschlusstreffen in einem schönen Restaurant an der Weser. Bei einem ausgezeichneten Essen mit Getränken und gemeinsamem Gesang ließen wir unsere Reise in den Norden ausklingen. Franz-Josef Damm lud den Shanty Chor spontan zu einem Gegenbesuch in Maikammer ein.

Am nächsten Morgen traten wir um 9:00 Uhr die Rückfahrt nach Hause an. Unterwegs legten wir eine Pause für ein Mittagessen im Brauereigasthof in Mendig ein. Um 18:00 Uhr erreichten wir dann Maikammer.

Wir danken Franz-Josef Damm, Peter Braun und Helmut Gensel für die hervorragende Planung und Durchführung der Tour und dem Busfahrer Stefan für die sichere Fahrweise.

Veröffentlicht unter Männerchor | Hinterlasse einen Kommentar